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Pulled Chicken - zarter geht es nicht

6 Min. Lesezeit

Pulled Chicken - zarter geht es nicht

Kurz erklärt

Pulled Chicken selber zubereiten. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du ultra zartes Pulled Chicken zu Hause selber machen kannst.

Inhalt

  • Welches Fleisch brauchst du für Pulled Chicken?
  • Als Erstes bereitest du den Rub vor
  • Pulled Chicken vom Grill
  • Pulled Chicken aus dem Ofen
  • Schnelles Pulled Chicken - geht das auch?
  • Das sind die Gerichte, die du damit zubereiten kannst
  • Fazit: Pulled Chicken ist die zarte Form von Poulet

Während Pulled Pork den meisten bereits ein Begriff ist, erlebt das Pulled Chicken erst seit Kurzem einen fulminanten Aufstieg in den Kennerkreisen. Es ist ebenfalls dem Low & Slow BBQ-Trend zuzurechnen und dauert somit eine ganze Weile, bis es fertig ist. Doch als Ergebnis erhältst du unglaubliches zartes Poulet, das überhaupt nichts mehr mit der trockenen Brust gemein hat.

Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du dein ganz eigenes Pulled Chicken zu Hause selber machen kannst. Das kostet dich zwar etwas mehr Zeit, aber das Ergebnis lohnt sich allemal.

Welches Fleisch brauchst du für Pulled Chicken?

Wie immer gilt es beim Grillen, Braten oder Schmoren - je weniger Fett das Fleisch hat, desto trockener kann es werden, wenn man nicht aufpasst. Das trifft auch auf Poulet zu und viele kennen von uns die trockene Hähnchenbrust, die ohne Sauce kaum zu geniessen ist. Doch es gibt einige Tricks, mit denen man das Fleisch zart und saftig halten kann.

Hähnchenbrust und Schenkel eignen sich beide für Pulled Chicken. Zwar neigt die Brust etwas trockener zu werden, aber sie kommt ganz ohne Sehnen, Knochen und Knorpel aus. Dagegen bleiben Schenkel dank mehr Fett länger saftig, obwohl es am Ende etwas mehr Arbeit macht, sie zu zerzupfen. Deswegen kannst du einfach nach deinen ganz eigenen Vorlieben entscheiden, welchen Teil du lieber nutzt.

Vorsicht jedoch bei der Herkunft des Fleisches, denn Huhn ist aufgrund industrieller Produktion besonders oft schnell hochgezüchtet. Dadurch verliert es an Nährstoffen und auch an Geschmack, weswegen sich unsere Poulets vom Bio Hof ideal eignen.

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Als Erstes bereitest du den Rub vor

Wie auch beim Polled Pork, ist beim Pulled Chicken der Rub extrem wichtig für einen guten Geschmack. Anders als beim Schwein braucht das Poulet jedoch keinen ganzen Tag im Kühlschrank, um das Aroma aufzunehmen, sondern es reicht einfaches Auftragen. Man kann Rub zwar kaufen, wir bevorzugen es jedoch, ihn selber zu machen.

Es gibt unglaublich viele Varianten beim Rub, die sich alle für Pulled Chicken gut eignen. Man kann hier nach dem ganz persönlichen Geschmack das passende Rezept raussuchen. Ein beliebter Rub bzw. Marinade ist zum Beispiel die Folgende:

• 2 EL BBQ-Sauce
• 1 EL Tabasco
• 2 EL Honig
• 2 EL Senf
• 1 EL brauner Zucker
• Jeweils 1/2 TL Pfeffer, Salz und Knoblauchpulver
• 200g Tomatenketchup

Du gibst einfach alle Zutaten in eine Schüssel und rührst sie zusammen. Bei Bedarf kannst du den Rub jederzeit nachwürzen und deinem Geschmack anpassen. Danach kannst du auch schon dein Poulet darin wälzen, bis es komplett aufgetragen ist.

Pulled Chicken vom Grill

Die klassische Variante, ob Schenkel oder Hähnchenbrust, ist Pulled Chicken vom Grill. Dafür heizt du den Grill auf 100 bis 120 Grad auf und lässt das Poulet für circa 2 bis 3 Stunden im indirekten Bereich grillen, bis die Kerntemperatur von 80 Grad erreicht wird. Räucherchips können dem Fleisch zudem das rauchig aromatische Aroma verleihen, das die Zubereitung mit dem Grill so besonders macht.

Hast du Schenkel zubereitet? Dann lässt sich die Haut jetzt ganz einfach abziehen und nach Belieben weiter verarbeiten. Wir empfehlen sie mit gehackten Schalotten und Chili knusprig anzubraten und dann dem Pulled Chicken hinzuzugeben. Das Fleisch selber lässt sich mit speziellen Krallen oder auch zwei Gabeln sehr einfach auseinanderzupfen.

Pulled Chicken aus dem Ofen

Du kannst aber Pulled Chicken auch im Ofen selber machen. Dabei garst du mit Ober- und Unterhitze das Fleisch bei 110 Grad für 3 bis 5 Stunden. Da es anders als beim Grill, nicht das rauchige Aroma erhält, bietet es sich an, zwischendurch noch mehr Rub aufzutragen (das sogenannte 'Moppen'). Damit verleihen wir dem Poulet etwas mehr Würze und Aroma, das durch das Garen ohne Rauch sonst fehlt.

Auch hier kannst du mit einem Thermometer messen, wann die Kerntemperatur von 80 Grad erreicht wurde. Danach kannst du das Poulet aus dem Ofen nehmen und so wie bei der gegrillten Variante mit Krallen oder Gabeln zupfen. Auch hier wird dich das Ergebnis begeistern! Wir kennen sogar einige, die es geschafft haben, Pulled Chicken im Topf oder Dutch Oven zu machen. Aber das empfehlen wir nur absoluten Experten.

Schnelles Pulled Chicken - geht das auch?

Wir haben auch eine Methode für dich, bei der dir das Gericht in maximal 45 Minuten gelingt. Das Ergebnis ist natürlich nicht ganz so zart wie das langsame, stundenlange Garen, aber es ist dennoch sehr schmackhaft! Dafür brätst du dein Poulet erst mal scharf an, bevor du den Rub aufträgst.

Danach gibst du es in eine ofenfeste Form und bei vorgeheizten 170 Grad mit Umluft kommt es in den Ofen. Nach 10 Min nimmst du es dann erst mal heraus und zerrupfst es entlang den Fasern. Jetzt kommt das Fleisch noch mal für 20 Minuten in den Ofen, damit wir auch sichergehen, dass es gut durch ist. Nach insgesamt 30 Minuten im Ofen ist das Pulled Chicken also bereit zum Verzehr.

Das sind die Gerichte, die du damit zubereiten kannst

Dein saftiges und gezupftes Poulet ist jetzt fertig? Dann musst du nur noch die passenden Gerichte daraus zaubern. Schliesslich hast du jetzt lange genug darauf gewartet, bis es fertig ist. Die Klassiker unter den Gerichten sind natürlich der Burger und das Sandwich, das man oft in Food-Trucks findet. Aber es eignet sich auch ein Wrap oder mexikanisch angehauchte Tacos.

Als Belag für die Pizza wird es auch immer beliebter, auch wenn dem traditionellen Italiener sich dabei die Nackenhaare aufstellen. Du kannst es sogar für einen Auflauf verwenden, den du mit Käse überbacken geniesst. Als Beilagen gibt es den klassisch amerikanischen Colesaw, ein Krautsalat mit Mayonnaise. Oder du nimmst Pommes und Kartoffel Wedges, die es sonst auch immer gerne als zum Burger gibt.

Fazit: Pulled Chicken ist die zarte Form von Poulet

Pulled Chicken geht wesentlich schneller als die Varianten mit Schwein oder Rind, doch am Ende steht es im Geschmack den grösseren Brüdern in nichts nach. Dabei kannst du es sowohl auf dem Grill als auch im Ofen gut zubereiten.

Wir können diese schnellere Variante jedem Fan wärmstens ans Herz legen, denn selten kann man insbesondere Hähnchenbrust zarter geniessen, als es beim Pulled Chicken der Fall ist.

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