Technik
Warum Hackfleisch oft grau und nass wird, und wie man es richtig anbrät: heiss, portionsweise und ohne ständiges Rühren.

Hackfleisch brät man in einer heissen Pfanne portionsweise an: Öl heiss werden lassen, Hackfleisch hinein und erst nach einer Minute wenden, damit es bräunt statt zu kochen. Nicht die ganze Packung auf einmal, sonst kühlt die Pfanne ab und das Fleisch dünstet im eigenen Saft. Gesalzen wird am besten am Ende oder erst nach dem Anbraten.
| Fehler | Was passiert | So geht es richtig |
|---|---|---|
| Zu viel auf einmal | Pfanne kühlt ab, Fleisch kocht im Saft | in 2 bis 3 Portionen nacheinander braten |
| Zu früh rühren | Hack bleibt grau und fein | 1 bis 2 Minuten ruhen lassen, dann wenden |
| Zu wenig Hitze | kein Bräunen, wässrig | hohe Hitze, öl schimmert |
| Zu früh salzen | zieht Wasser aus dem Fleisch | am Ende salzen oder nach dem Anbraten |
| Kaltes Hackfleisch direkt aus dem Kühlschrank | Pfanne kühlt stark ab | 10 bis 15 Minuten temperieren lassen |
Die Pfanne wird bei hoher Hitze heiss, mit einem hitzefesten Öl wie Sonnenblumen- oder Rapsöl. Das Hackfleisch kommt portionsweise hinein, höchstens 300 bis 400 g pro Durchgang bei einer grossen Pfanne.
Man verteilt das Hackfleisch locker und lässt es eine bis zwei Minuten ruhen, bis die Unterseite bräunt. Dann wendet und zerbröselt man es mit dem Spatel und brät weitere 2 bis 3 Minuten, bis alles gebräunt und dampfend heiss ist. Danach folgt die nächste Portion oder direkt die Sauce.
Der Klassiker ist eine zu kalte Pfanne mit zu viel Fleisch: Die Temperatur stürzt ab, das Fleisch verliert Saft und dünstet statt zu braten. Ein zweiter Grund ist ständiges Rühren, das jede Bräunung verhindert.
Abhilfe schaffen Hitze und Geduld: heiss ansetzen, wenig rühren, portionsweise arbeiten. Wer viel Hackfleisch brät, brät in zwei Pfannen oder nacheinander und gibt die fertige Portion auf einen Teller.
Ja. Beim Zerkleinern verteilen sich Keime im ganzen Fleisch. Hackfleisch wird deshalb immer vollständig durchgebraten, bis es keine rosa Stellen mehr hat und dampfend heiss ist. Der Kern sollte mindestens 70 °C erreichen.
Das gilt auch für Hacktätschli und Hamburger: Beim Rind medium ist hier die Ausnahme und bedeutet, das Fleisch wurde frisch und unter strengen Hygienebedingungen verarbeitet. Gekauftes Hackfleisch brät man durch.
Rindshack ist kräftig und eignet sich für Burger, Tätschli, Sauce Bolognese und Chilli. Schweinehack ist etwas fetter und milder, gut für Hackbraten und gefüllte Gemüse. Gemischtes Hack, halb Rind halb Schwein, ist der Klassiker für Fleischkäse und Hacktätschli.
Für sehr feines Brät wie Fleischkäse wird das Hackfleisch zusätzlich im Cutter fein verarbeitet. Für Tätschli bleibt es gröber, damit die Textur stimmt.

Hackfleisch auftauen
Hackfleisch ist das empfindlichste Fleisch im Gefrierer. So taut man es sicher auf, und warum die 24-Stunden-Regel…

Hackfleisch einfrieren
Flach, portioniert, luftdicht: So friert man Hackfleisch ein, damit es bis zu 3 Monate hält und innert Minuten auftaut.

Schweizer Rindsragout
Das Rindsragout ist das Wohlfühlgericht der Schweizer Küche: zarte Würfel in dunkler Rotweinsauce mit einem Schuss…

Fleischkäse selber machen
Selbstgemachter Fleischkäse schmeckt wie vom Metzger: fein gehacktes Brät, eiskalt gearbeitet, im Wasserbad gegart.

Fleischstücke vom Rind
CHF 199.00
Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Bei hoher Hitze, das Öl soll schimmern. Portionsweise braten, damit die Temperatur nicht abfällt.
Zu viel auf einmal oder zu wenig Hitze: Dann kocht das Fleisch im eigenen Saft statt zu bräunen.
Ja, bis keine rosa Stellen mehr da sind. Keime verteilen sich beim Hacken im ganzen Fleisch.
Am besten nach dem Anbraten oder am Ende. Frühes Salzen zieht Wasser und verhindert die Bräunung.
Ja, bei mittlerer Hitze zerbröseln und etwa eineinhalbmal so lange braten.