Rezept
Dicke Picanha-Falten drehen über der Glut, der Fettdeckel glänzt und die Kanten werden goldbraun. Schneide erst die äussere Kruste ab und lass den Rest am Spiess weitergaren.

Schneide Picanha mit Fettdeckel in dicke Streifen, falte sie mit der Fettseite nach aussen auf einen Spiess und grille sie über indirekter Hitze. Schneide gebräunte Tranchen ab und gare den Rest weiter.
Portionen
4 Personen
Vorbereitung
20 Minuten
Zubereitung
25 bis 40 Minuten
Fettdeckel vorbereiten
Lass am 1.2 kg Huftdeckel etwa 7 mm Fett stehen und ritze ein 1 cm grosses Rautenmuster ein, ohne das Fleisch zu treffen. Tupfe alles trocken; heize den Grill während 15 Minuten auf 190 °C vor und plane 54 bis 58 °C Kerntemperatur nach dem Ruhen ein.

Falten und aufspiessen
Schneide 1.2 kg Fleisch in 4 bis 5 cm dicke Scheiben und falte jede in 5 Minuten mit dem Fett nach aussen auf den Spiess. Halte den Garraum bei 180 bis 200 °C bereit; für saftige Tranchen ist 54 bis 58 °C nach dem Ruhen das Ziel, die Bögen sollen fest sitzen und nicht überlappen.

Würzen und einregeln
Verteile 12 g Salz und 2 g Pfeffer auf 1.2 kg Fleisch und lass es 20 Minuten ziehen. Richte in dieser Zeit eine indirekte Zone bei 180 bis 200 °C ein; ziele nach dem Ruhen auf 54 bis 58 °C und achte auf eine trockene, nicht nasse Oberfläche.

Spiess grillieren
Gare 1.2 kg Picanha 20 bis 30 Minuten bei 180 bis 200 °C und drehe den Spiess alle 3 Minuten. Miss seitlich im dicksten Bogen und nimm ihn bei 52 bis 56 °C herunter; der Fettdeckel soll goldbraun sein und leise knistern.

Ruhen und abschneiden
Lass 1.2 kg Picanha 8 Minuten ruhen, damit der Kern auf 54 bis 58 °C nachzieht. Schneide dünne Tranchen quer zur Faser ab; lege den restlichen Spiess weitere 5 bis 8 Minuten auf, bis die nächste Aussenschicht gebräunt ist.

| Grill | Setup | Garraum-Temperatur | Zeit planen | Was ändert sich |
|---|---|---|---|---|
| Gasgrill | Spiess über indirekter Zone, Fettseite nach aussen. | 180 bis 200 °C Garraum. | 25 bis 40 Minuten. | Zum Schluss kurz direkt bräunen. |
| Kugelgrill (Holzkohle) | Glut seitlich, Spiess über freie Zone. | 180 bis 200 °C. | 25 bis 40 Minuten. | Tropfendes Fett kann aufflammen. |
| Kamado | Deflektor für Grundgarung, dann direkter Finish. | 180 bis 200 °C. | 25 bis 40 Minuten. | Keramik speichert Hitze, Finish kurz halten. |
| Smoker/Pelletgrill | Spiess indirekt, danach heisse Pfanne oder Rost. | 160 bis 180 °C. | 30 bis 45 Minuten. | Weniger direkte Kruste, externes Finish hilft. |
| Backofen | Spiess auf Rost über Blech, Grillfunktion zum Finish. | 180 °C. | 30 bis 45 Minuten. | Drehen und Fett auffangen. |
| Merkmal | Gute Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Fettdeckel | Zusammenhängend und nicht weggeschnitten. | Schützt das Fleisch und liefert Aroma. |
| Fleischform | Gleichmässige Dicke, klare Faserrichtung. | Erleichtert gleichmässiges Grillieren und Schneiden. |
| Portion | Streifen mit ähnlicher Breite. | Garen und Bräunen verlaufen ähnlicher. |
| Schritt | Ziel | Handlung |
|---|---|---|
| Garen | 54 bis 58 °C nach dem Ruhen. | Im dicksten Bereich seitlich messen. |
| Kruste | Fettdeckel goldbraun. | Kurz über direkter Hitze anbräunen. |
| Servieren | Dünne Tranchen quer zur Faser. | Aussen abschneiden und den Spiess zurück auf den Grill legen. |
Picanha ist der Huftdeckel mit einer charakteristischen Fettschicht. Für die Spiessmethode werden Streifen gefaltet, sodass der Fettdeckel nach aussen zeigt und beim Drehen bräunt.
Das Stück ist in der Schweiz auch als Tafelspitz bekannt, doch für diese Zubereitung brauchst du einen erhaltenen Fettdeckel. Ein zugeschnittener, magerer Tafelspitz ergibt nicht dieselbe Textur.
Ein langer Spiess kann mehrere Bögen halten; einzelne stabile Spiessli funktionieren ebenfalls. Lass genug Abstand, damit Hitze und Luft um das Fleisch zirkulieren.
Achte auf einen zusammenhängenden Fettdeckel, der das Stück bedeckt, aber nicht übermässig dick ist. Eine gleichmässige Form hilft, Streifen in ähnlicher Stärke zu schneiden.
Bitte die Metzgerei, den Fettdeckel beim Parieren zu belassen. Entferne zuhause nur lose Häute oder sehr harte Fettteile.
Wenn du für Gäste planst, kalkuliere die Tranchen als Hauptgang und ergänze sie mit Brot, Salat oder gegrilltem Gemüse. Der Spiess eignet sich gut, wenn du portionsweise am Tisch schneiden willst.
Schneide das Fleisch quer zur Faser in Streifen, die sich ohne zu brechen falten lassen. Die Fettseite kommt nach aussen und bildet die sichtbare Oberfläche am Spiess.
Stecke den Spiess durch die Bögen, damit sie beim Drehen nicht abrutschen. Würze mit grobem Salz und Pfeffer, ohne die Oberfläche zu feucht zu machen.
Wenn die Faserrichtung nicht klar ist, prüfe sie vor dem Schneiden an der Schnittfläche. Der spätere Servierschnitt soll die Fasern kurz halten.
Gare den Spiess zunächst indirekt und drehe ihn regelmässig, damit die Wärme jede Seite erreicht. Zum Schluss kannst du den Fettdeckel kurz über direkter Hitze bräunen.
Achte auf tropfendes Fett, das die Glut aufflammen lassen kann. Halte eine freie Zone bereit und verschiebe den Spiess, wenn Flammen entstehen.
Bei einem dicken Fleischbogen misst du die Kerntemperatur seitlich. Für Picanha gelten nach dem Ruhen 54 bis 58 °C als Zielbereich.
Lass die äussere Kruste kurz ruhen und schneide dann dünne Tranchen quer zur Faser ab. Nimm nur so viel herunter, wie du gerade servieren möchtest.
Der verbleibende Spiess kann wieder auf den Grill, bis die nächste Schicht gebräunt ist. So bleibt das Fleisch warm und die frische Schnittfläche kommt direkt auf den Teller.
Serviere die Tranchen mit grobem Salz, einer säuerlichen Beilage und Brot. Eine kräftige Sauce ist optional, weil Fettdeckel und Röstaromen bereits viel Geschmack bringen.
Ohne Spiess kannst du die Picanha als ganzes Stück indirekt garen und erst zum Schluss den Fettdeckel bräunen. So bleibt der Kern gleichmässig, während eine heisse Zone die Oberfläche röstet.
Du kannst den Huftdeckel auch in 4 bis 5 cm dicke Steaks schneiden und auf dem Rost wenden. Miss seitlich im dicksten Stück, weil die Spitze eines schräg eingestochenen Fühlers leicht am Rost landet.
Die Spiessmethode ist fürs portionierte Abschneiden gedacht; das ganze Stück lässt sich leichter als Braten kontrollieren. Beide Varianten brauchen den erhaltenen Fettdeckel und einen Schnitt quer zur Faser.
Zu Picanha passen einfache Beilagen, die Säure oder Frische bringen: Tomatensalat, gegrillte Peperoni, Brot und eingelegte Zwiebeln.
Stelle Sauce separat auf den Tisch, damit die Kruste nicht weich wird. Eine Kräuterbutter ist eine milde Ergänzung, eine scharfe Sauce setzt einen klaren Kontrast.
Wenn du Gemüse auf demselben Grill zubereitest, gare es auf einer freien Fläche und serviere es, bevor du die letzte Picanha-Tranche abschneidest.
Picanha ist der Huftdeckel mit seiner charakteristischen Fettauflage. Beim Einkauf soll die Fettschicht am Fleisch bleiben; ein stark parierter Tafelspitz ist nicht dasselbe Stück und bringt weniger Schutz vor direkter Hitze. Lass dir den Zuschnitt zeigen, wenn der Name auf der Verpackung unklar ist.
Für Spiessli schneidest du dicke Scheiben, faltest sie mit der Fettseite nach aussen zu einem U und steckst sie auf den Spiess. So bräunt das Fett, während das Fleisch nicht flach auf dem Rost liegt. Gare die Stücke nacheinander über der Glut und nimm sie ab, sobald die gewünschte Garstufe erreicht ist.
Ohne Spiess kannst du das ganze Stück indirekt vorgaren und am Schluss direkt anrösten. Auf dem Gasgrill bleibt ein Brenner aus, im Kugelgrill liegt die Kohle seitlich und im Kamado nutzt du den Deflektor. Die Fettseite soll nicht dauerhaft in offene Flammen tropfen.
Für rosa Picanha ist der kanonische Zielbereich nach dem Ruhen 54 bis 58 °C. Miss an der dicksten Stelle und plane eine kurze Ruhezeit ein. Bei Spiessscheiben ist die Dicke geringer als beim ganzen Stück, darum prüfst du sie früher und verlässt dich nicht auf eine identische Minutenzahl.
Schneide das Fleisch quer zur Faser, besonders bei einem grossen Stück. Eine frische Tomaten-Zwiebel-Salsa, Blattsalat oder gegrillte Peperoni bringen Säure und Frische zur Fettauflage. Serviere Sauce separat, damit die Röstaromen und der Eigengeschmack nicht überdeckt werden.

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CHF 199.00
Jeden Monat ziehen wir unter allen Abonnentinnen und Abonnenten ein Fleischpaket. Dazu melden wir uns, sobald das nächste Rind geteilt wird.
Mitmachen ist gratis, ohne Kauf.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen
Picanha ist der Huftdeckel mit einem erhaltenen Fettdeckel, nicht der bereits parierte magere Tafelspitz.
Schneide Streifen quer zur Faser und falte sie mit der Fettschicht nach aussen.
Der Zielbereich liegt nach dem Ruhen bei 54 bis 58 °C.
Plane etwa 25 bis 40 Minuten ein und prüfe die dickste Stelle.
Ja, als Steak oder ganzes Stück in einer indirekten Zone.
Schneide dünne Tranchen quer zur Faser und gare den Rest weiter.
Nein, für diese Methode bleibt er am Fleisch und wird eingeschnitten.
Brot, Tomatensalat, gegrillte Peperoni und eingelegte Zwiebeln ergänzen das Fleisch.